Die Leckerheit ganz stinknormaler Kekse. (Vegan)

Es muss nicht immer eine fette Torte mit dem aufwändigsten Dekor sein oder Plätzchen mit 237017402 Lagen und Zutaten, um einfach gut zu schmecken. Manchmal ist das Besinnen auf die einfachen Dinge, die man schon früher als Kind schon cool fand, wirklich das Beste. Ich liebe einfach die Kekse von meiner Mama. Vielleicht hat das etwas mit Gewöhnung zu tun, vielleicht ist es auch einfach das beste Rezept, was es gibt. Ohne viel Schnickschnack, Tamtam oder Aufwand. Den einzigen Aufwand, den ich betrieben habe ist, dass ich unser Familienplätzchenrezept veganisiert habe. Das klappte bisher nicht bei allen Kuchen- oder Plätzchenteigen, die ich schon seit langer Zeit schätze. Da das Ganze doch ganz passabel geklappt hat, hier die vegane Variante meiner Lieblingsplätzchen:

Zutaten Zubereitung
(für etwa 60 große Kekse):

  • 1000 g Mehl
  • 1 Pck Backpulver
  • 500 g Margarine
  • 4 EL Stärke
  • 8 EL Wasser
  • 500 g Zucker
  • 1 EL Sonnenblumenöl
  • 2 Fläschen Buttervanille (oder 2 Pck. Vanillezucker)
Mehl und Backpulver vermischen. Eiersatz herstellen aus 4 EL Stärke und 8 EL Wasser.  Zucker, Margarine, Buttervanille und Eiersatz miteinander vermixen. Danach alle Zutaten zu mit einem Knethaken zu einem homogenen Teig miteinander verkneten. Den Teig ca. 1 – 1,5 Stunden mit einer Folie abgedeckt im Kühlschrank ruhen lassen. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche den Teig etwa 0,5 cm Breit  ausrollen. Die Kekse ausstechen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen.  Die Kekse bei 200 Grad (Unterhitze -> Gasbackofen Stufe 4) ca. 10 Minuten im Ofen backen und noch hell aus dem Ofen nehmen, dann spaltet sich der Zucker nicht und der süße Geschmack bleibt erhalten.

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Zitronen-Rosmarin-Kekse mit Holunderblütenzuckerguss

Heute ein neues Rezept. Diesmal leider nicht vegan, aber veganisierbar. Ich hatte noch Eier, die wegmussten und habe Schüler, denen das vollkommen egal ist, ob dort Ei drin ist, oder nicht. An der Stelle war es sogar sinnvoll Ei reinzumachen, da ich dann nicht ganz so viel vom Teig aß ;). Achso. Das ist übrigens mein eigenes Rezept.

Zutaten Zubereitung
(für etwa 20 große Kekse):

  • 600 g Mehl
  • 2 TL Backpulver
  • 400 g Margarine
  • 2 Eier
  • 200 g Zucker
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 Fläschen Zitronenaroma
  • 1 TL geschnittener Rosmarin
  • 1 TL geschnittener Majoran
  • 150 g Puderzucker
  • 3 EL Holunderblütensirup
Mehl und Backpulver und die kleingeschnittenen Kräuter vermischen. Eier, Zucker, Margarine, Zitronensaft und Zitronenaroma miteinander vermixen. Danach alle Zutaten zu mit einem Knethaken zu einem homogenen Teig miteinander verkneten. Den Teig ca. 1 – 1,5 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche den Teig etwa 1 cm Breit  ausrollen. Die Kekse ausstechen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen.  Die Kekse bei 180 Grad (Unterhitze -> Gasbackofen Stufe 5) ca. 10 Minuten im Ofen backen. Die Kekse noch hell aus dem Ofen nehmen, dann bleiben sie schön weich. Die Kekse auskühlen lassen und währenddessen Puderzucker und Holunderblütensirup vermischen. Die Zuckergussmasse darf nicht zu flüssig, aber auch nicht zu Fest sein. Den Zuckerguss auf den ausgekühlten Keksen verstreichen und härten lassen.

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Wohnungsimpressionen Teil 2 von x. Heute: Der Balkon.

Heute für euch ein Wohnungsupdate. Auch wenn die „wie-style-ich-meinen-Balkon-Zeit“ mittlerweile vorbei ist, mache ich diesen Post trotzdem. Es gibt nicht nur ein Balkon-Vorher-Nachher, sondern eher eine Balkonaussehensentwicklung. Und der Balkon ist noch immer nicht „fertig“.
Vorher (im Februar):
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Step one: Ein Regal und mein auf der Straße gefundener Hocker. #meineerstenBalkonmöbel
Auch wenn das Ding wirklich nicht hübsch ist, hey. Ich kann sitzen. Yeah.
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Step two: Mein Gott. Dieser Tisch hat mich an den Rande des Wahnsinns gebracht. Aber auch ihn hab ich gefunden. Und mein Balkontisch war einfach noch in der Heimat. Hatte ich beim Umzug bei meinen Eltern vergessen. Tja. Also war dieser Tisch für 2 Monate – bis dann meine Eltern kamen und meinen Balkontisch brachten – übergangsmäßig ok. Hübsch ist aber wirklich etwas anderes.
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23. Mai. Endlich sind Eltern da und Papa hat das Regal in 2 Teile geflext. Meine Kürbispflänzchen haben nun endlich einen Platz. Natürlich sieht der Balkon dort super aufgeräumt aus. Was ich zwar hübsch finde, aber nichts mit Pflanzen-Sprieß-Realität zu tun hat. Zumal ich mein Zitronenbäumchen umstellen musste, da der ausgewählte Platz für Zitronenbäumchen (so wurde es mir gesagt) in praller Sonne nicht sonderlich förderlich fürs Wachstum ist. Mein Bäumchen wäre mir fast eingegangen, wenn ich es nicht weiter in den Schatten gestellt hätte. Kurz vorm Tod hat es aber dennoch seine Kurve bekommen und nun sprießt es wieder <3.
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Heute bzw. der aktuelle Stand:
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Weil du du bist. Weil wir uns so lange kennen. Weil du meine beste Freundin bist.

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„Wir sind nicht perfekt. Wir sind laut und kindisch, albern total viel herum und benehmen uns teilweise wie die Idioten. Aber wir machen es zusammen.“

Du hast heute Geburtstag. Du. Diejenige, die mich jetzt schon über ein Jahrzehnt begleitet. In einer Zeit, in der sich alles änderte, wir uns änderten und noch jetzt ändern. Du bist meine Konstante. Meine Verbündete. Seit jeher. 27.-31.12.2002. Du schriebst vor nicht allzu langer Zeit, dass dich aufm Dorf keiner verstand. Wie du getickt hast. Doch. Ich. Mir ging es immer genauso. Es gibt Situationen, die sich im Kopf eingebrannt haben. In meinem Kopf brannte sich eine Situation besonders ein, in der man mir damals, als wir beide noch auf dieselbe Schule gingen, uns kichernd in der Pause gegenübersaßen, herumalberten, laut und kindisch waren und die Welt und die Leute um uns herum vollkommen egal waren, da wir wir waren, sagte, dass „sich ja 2 gefunden“ hätten. Egal wie scheiße die Leute von damals waren: sie hatten recht. Seit du da bist, bin ich ich und mit dir bin ich noch mehr ich. Wir gegen den Rest der Welt. Wir gegen die anderen. Immer. Egal was bisher war, wie weit du weg warst, wie weit ich weg war, wie lange wir uns nicht hörten, redeten oder schrieben. Du warst immer da. Egal ob die Menschen dich persönlich kennengelernt haben oder nicht, du BIST dennoch da. Du bist bekannt. Ich weiß nicht, wie häufig ich noch immer den Satz mit den Worten anfange: „meine beste Freundin..“. Nachdem ich die Person länger kenne, fange ich den Satz meistens an mit „Hannah..“, denn du bist ein Teil von mir, der sich nicht mehr wegdenken lässt. Nach den ganzen Jahren.
Du erinnerst dich wahrscheinlich noch daran, als ich in Australien war. Du warst diejenige, die ich fast jeden Tag anrief, ich vermisste wie die Pest. Egal, was ich auf Karten schrieb oder vorgab. Damals waren wir 16. Heute sind wir 11 Jahre älter und es ist alles wie früher und eigentlich ist nichts so geblieben, wie es damals war. Wir haben Städte gewechselt, Studiengänge, Partner, sind zusammen in mehreren Ländern gewesen, haben Freunde verloren, Freundschaften selbst abgebrochen, schmerzhafte Dinge durchgemacht, doch wir sind geblieben. Zusammen. Zusammen sind wir erwachsen geworden. Du vielleicht früher als ich.
Wir haben uns gestritten, geweint, gelacht. Ich hab Mist gebaut, mich mit bescheuerten Kuchen entschuldigt, aber dennoch warst du da und bist immer noch da. Du bist die Konstante, die bleibt. Von der ich möchte, dass sie bleibt. Ich möchte bitte noch so viel mit dir erleben, wie ich es bisher schon getan habe. Egal was kommt. Du bist für mich da. Egal was kommt. Ich werde für dich da sein. Egal wie weit wir voneinander entfernt wohnen, denn du bist meine Konstante. Du bist meine beste Freundin. Du hast heute Geburtstag und dafür danke ich deinen Eltern. Danke dafür, dass du das Licht der Welt erblickt hast. Danke dafür, dass du heute Geburtstag hast. Ich freue mich, dass es dich gibt und dass ich dich damals kennengelernt habe und dass du immer noch Teil meines Lebens bist.

Alles Liebe zum Geburtstag.
Carolin

Taizé III. Und dann fielen die Haare.

Man sagt Frauen nach, dass Haare ein Indikator seien, um Lebens- oder Einstellungsänderungen anzuzeigen. Ich bestätige dieses Klischee. Lebensverändernd war Taizé ja nicht, aber es schuf dennoch einen Perspektivenwechsel, der mich nach und nach innerlich vollkommen ruhig werden lies. Allein dadurch, dass man sich zwangsläufig 3x am Tag in der Messe min 10 Min in vollkommenem Schweigen mit sich selbst beschäftigen musste und man auch sonst in Taizé einfach Zeit mit sich selbst und mit anderen Menschen verbringt, lässt einen – und da spreche ich nicht nur für mich, sondern auch von anderen Menschen, die diese Erfahrung teilen – inne halten. Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung, oder wie man so schön sagt.. Da ist was Wahres dran. Also schnitt ich erst meine Haare selbst halblang, woraufhin ein paar Wochen später meine Frisörschwester nicht nur nachbesserte, sondern auch färbte. Ich sah die ersten Tage aus wie ein Goldfisch, aber ich fands super.
Insgesamt fühle ich mich auch ziemlich super, auch wenn das Referendariat mich wieder vollkommen erwischt hat. Aber nun gut. Das ist eine Zeit, die vorbei geht. Zwischenmenschlichen Geschehnissen stehe ich mittlerweile auch sehr entspannt gegenüber. Ich weiß grad sehr gut was ich will und was nicht. Ich hab tolle Menschen um mich herum, die mich auffangen. Hallo Welt. Komme was wolle. Ich bin gerüstet.
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Tomatensosse einkochen

Die Leute, die mir bei Twitter oder Instagram folgen, haben es wahrscheinlich schon mitbekommen. Morgen findet meine erste Modulprüfung statt, die 20 % der Gesamtnote ausmacht. Referendare, die sich gegenseitig verrückt machen, werden kostenlos mitgeliefert. Zeit? Momentan? Anfang des Schuljahrs? Warte. Ich lache mal kurz. Von einer Work-Life-Balance kann dort kaum geredet werden. Aber hey. Muss alles gemacht werden und man muss da eh durch. Also Kopf hoch und erhobenen Hauptes in die Prüfung. Dennoch ist eine Auszeit nötig. Und Kochen bedeutet für mich Auszeit. Einkochen – was ich zuvor noch nie getan habe – hat dabei noch einen Vorteil: eine große Menge auf einmal kochen und portionsweise Einkochen bedeutet auf Dauer Zeitersparnis.

Zutaten Zubereitung
(für etwa 4 Gläser):

  • 1100 g Tomaten
  • 4 rote Zwiebeln
  • 10 getrocknete Soft-Tomaten
  • 4 EL Olivenöl
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 scharfe Chilischote
  • verschiedene Kräuter (z.B. Salbei, Thymian, Oregano, Basilikum)
  • 1 EL Himbeer-Balsamico-Essig
  • Salz und Pfeffer
  • 200 mL Wasser
Die Tomaten waschen, den Stielansatz herausschneiden, die Schale vom Stielansatz an anschneiden (um die Schale nach dem Kochen zu entfernen) und in eine Fettpfanne stellen. Die roten Zwiebeln, wie auch Softtomaten, die Kräuter und die Knoblauchzehen grob hacken. Die Chilli klein schneiden und mit den Zwiebeln, den Softtomaten, den Kräutern, dem Knoblauch, sowie Balsamicoessig und Olivenöl in einer Schüssel gut vermengen. Das Gemenge in die Lücken zwischen den Tomaten in der Fettpfanne geben und bei Stufe 5 (Gasherd, ca. 175 Grad) 35 Min backen. Anschließend von den Tomaten die Schalen mit 2 Gabeln abziehen und alles zusammen (außer die Tomatenschalen in einem Topf aufkochen lassen. 200 mL Wasser hinzugeben und alles fein pürieren.Während die Tomaten im Ofen sind, können die Gläser schon sterilisiert/in einem Topf abgekocht werden, damit die Soße im Anschluss sofort abgefüllt werden kann. Die heißen Gläser in die gesäuberte Fettpfanne stellen und die heiße Soße einfüllen. Die Pfanne bis oben hin mit Wasser füllen und die geschlossenen Twist-off-Gläser 20 min bei Stufe 2 Gasherd (80 Grad) im Ofen erhitzen. Im Anschluss daran die heißen Gläser kurz auf den Kopf drehen und nach ca. 2 Min wieder umdrehen, bis „es ploppt“.

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Taizé.

Spiritualität ist ziemlich uncool. Kirche vorne an. So die gesellschaftliche Meinung. Man schaue sich die neue Bachelorette an. Sie hat – man will es kaum glauben – kath. Theologie studiert, auch wenn die Öffentlichkeit oder das aufoktroyierte Image von RTL etwas anderes sagt. Das ältere Semester der Ref-Relileute saß nun mal mit ihr im Seminar. Tja nun. Ich habe ebenfalls Theologie studiert und ich bin mit einer großen Schülergruppe eine Woche nach Frankreich gefahren in eine Jugendbegegnungsstätte, die von Klosterbrüdern organisiert war. Und ja, es war schön. Und ja, es war spirituell. Und ja, ich bin 3x am Tag in die Kirche gegangen, auch wenn ich im normalen Leben nicht diejenige bin, die jede Woche/jeden Monat dorthin spaziert. Mit 3000 anderen Menschen in einer Kirche zu sitzen und zu singen habe ich vorher noch nicht erlebt. Ich für meinen Teil bin tiefenentspannt wiedergekommen und hab endlich mein Kieferknacken hinter mir gelassen, der durch Stress ausgelöst wurde. Ich für meinen Teil habe mir ein paar Dinge vorgenommen und bin hochmotiviert diese nach Taizé durchzuziehen. Ich kann jedem eine Woche Taizé empfehlen. Sei es nur, um Stress abzubauen und nicht ständig auf sein Handy gucken zu müssen. Achso. Und auch Nonnen und Mönche machen Selfies mit ihren Smartphones von sich selbst.
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